Ein 3D-Druck-Auftrag beginnt lange vor dem ersten Layer und endet nicht mit dem Bauteil auf der Druckplatte. Zwischen Anfrage, Kalkulation, Fertigung, Übergabe und Zahlung verändern sich Stückzahlen, Kosten und Status. Wer diese Schritte zusammen dokumentiert, erkennt offene Arbeit schneller und kann einen abgeschlossenen Auftrag später nachvollziehen.
Welche Angaben gehören zu einem 3D-Druck-Auftrag?
Der Auftrag sollte zuerst beschreiben, was tatsächlich geliefert werden soll. Dazu gehören Projektname, Kunde oder Referenz, gewünschte Menge, Termin, Material, Farbe, Druckdatei und besondere Anforderungen. Links, Anhänge und Notizen bleiben direkt am Projekt, damit spätere Änderungen nicht nur in Nachrichten oder im Gedächtnis stehen.
Kundenbezug, Verwendungszweck, Termin und Sonderwünsche
Druckdatei, Drucker, Filament, Einstellungen und Nacharbeit
Geplant, reserviert, gefertigt, verkauft und noch verfügbar
Angebot, Verkaufspreis, Zahlungsstand und Ergebnis
Kosten und Verkaufspreis getrennt dokumentieren
Herstellungskosten und Verkaufspreis beantworten unterschiedliche Fragen. Die Kosten entstehen unter anderem durch Material, Energie, Maschinenzeit, Vorbereitung, Nacharbeit, Ausschuss und weitere Aufwände. Der Preis kann zusätzlich Aufschlag, Rabatt, Versand, Marktplatzgebühren und gegebenenfalls Umsatzsteuer berücksichtigen. Werden beide Werte getrennt gespeichert, bleiben Gewinn und Marge auch bei späteren Anpassungen nachvollziehbar.
Wie lassen sich Stückzahlen sauber verfolgen?
Bei mehreren Exemplaren genügt eine einzige Gesamtzahl nicht. Sinnvoll ist die Trennung zwischen geplanter Menge, reservierten Teilen, verkauften Einheiten und verbleibendem Bestand. Wenn ein Auftrag in Teillieferungen oder mehreren Verkäufen abgeschlossen wird, muss jede Buchung ihre eigene Menge behalten. Dadurch lässt sich vermeiden, dass mehr Teile angeboten oder verkauft werden als tatsächlich verfügbar sind.
- Gesamtmenge und Berechnungsbasis des Drucklaufs festlegen.
- Reservierte Stückzahlen einem konkreten Angebot zuordnen.
- Verkäufe mit der tatsächlich übergebenen Menge erfassen.
- Restmenge vor der nächsten Zusage erneut prüfen.
Ein klarer Status verhindert offene Enden
Ein Status sollte eine eindeutige nächste Handlung auslösen: geplant, in Arbeit, abgeschlossen, angeboten, abgerechnet oder bezahlt. Ein Projekt ist beispielsweise nicht automatisch bezahlt, nur weil der Druck fertig ist. Auch eine Reservierung ist noch kein abgeschlossener Verkauf. Getrennte Produktions-, Angebots- und Zahlungsstände machen diese Unterschiede sichtbar.
Verkauf, Rechnung und Zahlung zusammenführen
Beim Abschluss gehören Verkaufsdatum, Kunde, Menge, tatsächlicher Preis, Rechnungsnummer und Zahlungsstatus an denselben Vorgang. Teilzahlungen sollten mit dem bereits gezahlten Betrag erfasst werden. Erst dann sind Umsatz, offene Zahlung, Kosten, Gewinn und Marge in Berichten sinnvoll auswertbar. Für private Projekte oder Geschenke bleibt der Ablauf bewusst ohne Zahlungsanforderung.
Für die technische Projektakte ergänzt der Ratgeber zum Dokumentieren von 3D-Druck-Projekten den Auftragsablauf. Die vollständige Kostenbasis erklärt der Leitfaden zum Berechnen von 3D-Druck-Kosten.
3D-Druck-Aufträge mit Extruno verwalten
Extruno wird als Werkstatt-App für iPhone und iPad entwickelt. Ein Druckprojekt kann Kunden- und Auftragsangaben, Stückzahlen, Zweck, Produktionsstatus, Druckplatten, Dateien, Fotos, Kosten und Filamentverbrauch verbinden. Angebote, Reservierungen und Verkäufe behalten eigene Mengen und Dokumentnummern; Zahlungsstatus, Umsatz, Kosten, Gewinn und Marge fließen in die Auswertung ein. Extruno ist aktuell noch nicht öffentlich downloadbar.
Vom Kundenwunsch bis zum bezahlten Auftrag bleibt alles verbunden.
Frag die Release-Informationen an und erfahre, sobald Extruno öffentlich verfügbar ist.