Ein Stromvertrag enthält viele Angaben, aber nur einige davon bestimmen direkt die laufende Verbrauchs- und Kostenberechnung. Wer Werte aus einer PDF übernimmt, sollte Arbeitspreis, Einheit, Vertragsbeginn und Zählernummer zuerst gemeinsam prüfen. Eine Texterkennung spart Tipparbeit, ersetzt aber nie den Vergleich mit dem Originaldokument.
Welche Angaben sind im Stromvertrag wichtig?
Anbieter und Tarifname helfen bei der Zuordnung. Für die Berechnung sind vor allem Arbeitspreis und Gültigkeitsbeginn wichtig. Grundpreis, Abschlag und geschätzter Jahresverbrauch erklären die Vertragsstruktur, während Kunden-, Vertrags- und Zählernummer unterschiedliche Aufgaben haben und nicht miteinander verwechselt werden dürfen.
Anbieter, Tarifname und Vertragsnummer
Arbeitspreis, Grundpreis und monatlicher Abschlag
Kunden-, Wohnungs- und Zählernummer
Lieferbeginn, Vertragsende und erster Abschlag
Arbeitspreis richtig in Euro pro kWh umrechnen
Stromverträge nennen den Arbeitspreis häufig in Cent pro Kilowattstunde, Verbrauchsrechner verwenden dagegen oft Euro pro Kilowattstunde. Teile den Cent-Wert durch 100. Aus 35,12 ct/kWh werden so 0,3512 €/kWh. Der Grundpreis wird separat behandelt, weil er nicht proportional mit jeder verbrauchten Kilowattstunde steigt.
- Arbeitspreis im Vertrag
- 35,12 ct/kWh
- Umrechnung
- 35,12 ÷ 100
- Preis für die Tarifhistorie
- 0,3512 €/kWh
- Gültig ab
- Vertrags- oder Lieferbeginn prüfen
So kontrollierst du automatisch erkannte Vertragswerte
Digitale PDFs enthalten oft direkt lesbaren Text. Eingescannte Verträge brauchen dagegen eine optische Texterkennung. Dabei können Komma, Tausendertrennzeichen, Einheiten oder ähnliche Nummern verwechselt werden. Prüfe deshalb die erkannten Felder einzeln und korrigiere sie vor der Übernahme.
- PDF zuordnen: Anbieter, Tarif und Vertragsinhaber mit dem Original abgleichen.
- Nummern trennen: Kunden-, Vertrags- und Zählernummer einzeln kontrollieren.
- Einheit lesen: ct/kWh, €/kWh, monatliche und jährliche Beträge unterscheiden.
- Datum prüfen: Lieferbeginn nicht mit Rechnungs- oder Fälligkeitsdatum verwechseln.
- Entwurf korrigieren: Erst danach den Arbeitspreis bewusst übernehmen.
Warum gehört der Tarif in eine Historie?
Ein neuer Strompreis darf ältere Ablesungen nicht rückwirkend verändern. Speichere deshalb den Preis zusammen mit seinem Gültigkeitsdatum. So kann die Verbrauchshistorie für jeden Zeitraum den damals passenden Tarif verwenden. Vertragsdetails wie Grundpreis und Abschlag bleiben als Kontext erhalten, auch wenn der Arbeitspreis die direkte kWh-Berechnung bestimmt.
- Den bisherigen Tarif nicht löschen, wenn er für alte Zeiträume gilt.
- Den neuen Arbeitspreis mit vier Nachkommastellen übernehmen.
- Gültigkeitsbeginn aus dem Vertrag kontrollieren.
- Zählernummer nur ersetzen, wenn sie wirklich zum Vertrag gehört.
- Nach der Übernahme eine Kostenberechnung stichprobenartig prüfen.
Stromvertrag mit ZählerNest übernehmen
ZählerNest wird als native App für iPhone und iPad entwickelt. Die App liest eine ausgewählte Stromvertrag-PDF lokal und nutzt bei bildbasierten Dokumenten lokale Texterkennung auf dem Gerät. Erkannte Werte wie Anbieter, Tarif, Nummern, Arbeitspreise, Grundpreis, Abschlag, Verbrauchsschätzung und Vertragsdaten erscheinen zuerst in einer korrigierbaren Vorschau. Erst nach Bestätigung werden Arbeitspreis, Zählernummer und Gültigkeitsdatum in Einstellungen und Tarifhistorie übernommen. ZählerNest ist noch nicht öffentlich downloadbar.
Wie Preisänderungen in der Abrechnung wirken, erklärt der Ratgeber zur Verbrauchskosten-Prognose. Für besondere Tarife mit PV- und Netzanteil hilft die Anleitung zum Berechnen von Mieterstrom-Kosten.
Vertragswerte prüfen. Tarife sauber übernehmen. Verbrauch richtig berechnen.
Frag die Release-Informationen an und erfahre, sobald ZählerNest öffentlich verfügbar ist.